© Copyright 2020 - All rights reserved - www.BNNM.de - www.BUSINESS-NEWS-NETWORK-MARKETING.de - 92367 Pilsach
Bitte beachten Sie die bestehenden Urheberrechte aller hier veröffentlichten Daten, die ausschließlich beim jeweiligen Inserenten / Zeichner / Grafikbüro / Hersteller / Entwickler etc. liegen. Eine Nutzung von auf dieser Webseite bereit gestellten Daten auch auszugsweise und insbesondere, aber nicht nur für den gewerblichen Einsatz und/oder ohne schriftliche Bewilligung des jeweiligen Rechteinhabers stellt einen Straftatbestand dar, der mit hohen Abmahn- und Strafgebühren verbunden sein kann.
Die Istanbul-Konvention verpflichtet alle Vertragsstaaten zu Maßnahmen gegen häusliche Gewalt. Seit 2018 gilt sie in Deutschland als einfaches Bundesrecht. In Artikel 31 der Konvention heißt es, dass die Vertragsparteien geeignete gesetzgeberische und sonstige Maßnahmen zu treffen, die sicherstellen, dass in den Geltungsbereich dieses Übereinkommens fallende gewalttätige Vorfälle bei Entscheidungen über das Besuchs- und Sorgerecht betreffend Kinder berücksichtigt werden und (…) die Ausübung des Besuchs- und Sorgerechts nicht die Rechte und die Sicherheit des Opfers oder der Kinder gefährdet. Das bayerische Staatsministerium der Justiz setzt sich mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen für den Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt ein. Dazu gehören die Einrichtung von Sonderdezernaten mit Ansprechpartnern für den Bereich der häuslichen Gewalt und der Sexualstraftaten bei allen 22 bayerischen Staatsanwaltschaften ebenso, wie die Verschärfung des Stalking-Straftatbestands, höhere Strafen für Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz, härtere Strafen bei der Veröffentlichung von Rachepornos oder der Bloßstellung von Frauen durch sogenannte Deepfakes. Die Einrichtung gehört ferner zu einer Bund-Länder- Arbeitsgruppe zur Untersuchung von Verbesserungsoptionen im straf- wie auch im zivilrechtlichen Bereich und zu einer interministeriellen Arbeitsgruppe zur Entwicklung eines umfassenden Gewaltschutz- und Präventionskonzepts für Bayern mit den Bayer. Staatsministerien für Familie, Arbeit und Soziales sowie des Innern, für Sport und Integration sowie dem Modellprojekt "Phönix“ der Bewährungshilfedienststellen bei den Landgerichten München I und II mit präventiven Gruppenmaßnahmen für erwachsene Gewaltstraftäter. Zudem fördert sie eine zeitnahe Nachbetreuung durch spezialisierte psycho- und sozialtherapeutische Angebote, um Rückfallrisiken zu minimieren.
BAVARIA news NEWS & Rückblicke aktuelle ANGEBOTE
NEWS
NEUMARKT regio
MÜNCHEN, bitz.n|StMJ, 1022-163/21 Bayerische Justiz fördert Forschungsprojekt der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH) - Fragebogen zum Gefährdungspotential von Gewalttätern mit Probe-Einsatz im Amtsgerichtsbezirk München entwickelt. Im Corona-Jahr 2020 hat die Polizei bundesweit mehr als 150.000 Fälle häuslicher Gewalt registriert. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich warnt: "Mehr als 80 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind Frauen. In Bayern gehen wir konsequent gegen prügelnde (Ehe-)Partner und Stalker vor - und wir lassen potenzielle Opfer nicht allein. Wir haben mehrere Initiativen ergriffen. Nun startet mit unserer Unterstützung ein Forschungsprojekt zum Gewaltschutz." Im Mittelpunkt des Projekts an der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH) steht die Einschätzung der Gefährdung von Frauen und Kindern durch Täter häuslicher Gewalt in der Zeit nach der Trennung. Das Amtsgericht hat dazu in Kooperation mit dem Jugendamt, Verfahrenspflegerinnen, der Polizei München und zahlreichen Fachberatungsstellen über mehrere Jahre einen Dokumentations- und Fragebogen entwickelt. Seit Frühjahr diesen Jahres wird dieser im Bezirk des Amtsgerichts München in Fällen häuslicher Gewalt eingesetzt und erprobt. Das Projekt untersucht wissenschaftlich die Anwendung des Fragebogens. Minister Eisenreich: "Unsere Familiengerichte stehen bei Umgangs- und Sorgerechtsverfahren vor einer schwierigen Abwägung. Einerseits fördert der Umgang mit beiden Eltern grundsätzlich das Kindeswohl. Andererseits kann dadurch eine neue Gefahrenquelle für Frauen und Kinder entstehen. Der Fragebogen soll helfen, das Risiko weiterer Gewalttaten realistisch einzuschätzen. Nach erfolgreichem Abschluss des Projekts könnte der Fragebogen bayernweit zum Einsatz kommen." KSH-Projektleitung Prof. Dr. jur. Susanne Nothhafft dazu: "Die Implementierung dieses Instruments zur Dokumentation und zum risk assessment unterstützt die Umsetzung der Istanbul- Konvention in den beraterischen und justizielle Praxen. Artt. 31 und Art. 51 Istanbul Konvention leiten einen Paradigmenwechsel ein, der alle involvierten Interessensgruppen verpflichtet, bei der Gestaltung des Besuchs- oder Sorgerechts die Rechte und die Sicherheit der gewaltbetroffenen (Ex-)Partnerin und der Kinder nach dem Prinzip 'safety first' umzusetzen." In seiner Pilotphase wird das, von einer multiprofessionellen Ring-Vorlesung an der KSH begleitete Projekt auch finanziell durch das bayer. Justizministerium unterstützt.
© Copyright 2020 - All rights reserved - www.BNNM.de - www.BUSINESS-NEWS-NETWORK-MARKETING.de - 92367 Pilsach
Bitte beachten Sie die bestehenden Urheberrechte aller hier veröffentlichten Daten, die ausschließlich beim jeweiligen Inserenten / Zeichner / Grafikbüro / Hersteller / Entwickler etc. liegen. Eine Nutzung von auf dieser Webseite bereit gestellten Daten auch auszugsweise und insbesondere, aber nicht nur für den gewerblichen Einsatz und/oder ohne schriftliche Bewilligung des jeweiligen Rechteinhabers stellt einen Straftatbestand dar, der mit hohen Abmahn- und Strafgebühren verbunden sein kann.
BAVARIA news NEWS & Rückblicke aktuelle ANGEBOTE
NEWS
NEUMARKT regio
Die Istanbul-Konvention verpflichtet alle Vertragsstaaten zu Maßnahmen gegen häusliche Gewalt. Seit 2018 gilt sie in Deutschland als einfaches Bundesrecht. In Artikel 31 der Konvention heißt es, dass die Vertragsparteien geeignete gesetzgeberische und sonstige Maßnahmen zu treffen, die sicherstellen, dass in den Geltungsbereich dieses Übereinkommens fallende gewalttätige Vorfälle bei Entscheidungen über das Besuchs- und Sorgerecht betreffend Kinder berücksichtigt werden und (…) die Ausübung des Besuchs- und Sorgerechts nicht die Rechte und die Sicherheit des Opfers oder der Kinder gefährdet. Das bayerische Staatsministerium der Justiz setzt sich mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen für den Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt ein. Dazu gehören die Einrichtung von Sonderdezernaten mit Ansprechpartnern für den Bereich der häuslichen Gewalt und der Sexualstraftaten bei allen 22 bayerischen Staatsanwaltschaften ebenso, wie die Verschärfung des Stalking-Straftatbestands, höhere Strafen für Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz, härtere Strafen bei der Veröffentlichung von Rachepornos oder der Bloßstellung von Frauen durch sogenannte Deepfakes. Die Einrichtung gehört ferner zu einer Bund-Länder- Arbeitsgruppe zur Untersuchung von Verbesserungsoptionen im straf- wie auch im zivilrechtlichen Bereich und zu einer interministeriellen Arbeitsgruppe zur Entwicklung eines umfassenden Gewaltschutz- und Präventionskonzepts für Bayern mit den Bayer. Staatsministerien für Familie, Arbeit und Soziales sowie des Innern, für Sport und Integration sowie dem Modellprojekt "Phönix“ der Bewährungshilfedienststellen bei den Landgerichten München I und II mit präventiven Gruppenmaßnahmen für erwachsene Gewaltstraftäter. Zudem fördert sie eine zeitnahe Nachbetreuung durch spezialisierte psycho- und sozialtherapeutische Angebote, um Rückfallrisiken zu minimieren.
MÜNCHEN, bitz.n|StMJ, 1022-163/21 Bayerische Justiz fördert Forschungsprojekt der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH) - Fragebogen zum Gefährdungspotential von Gewalttätern mit Probe-Einsatz im Amtsgerichtsbezirk München entwickelt. Im Corona-Jahr 2020 hat die Polizei bundesweit mehr als 150.000 Fälle häuslicher Gewalt registriert. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich warnt: "Mehr als 80 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind Frauen. In Bayern gehen wir konsequent gegen prügelnde (Ehe- )Partner und Stalker vor - und wir lassen potenzielle Opfer nicht allein. Wir haben mehrere Initiativen ergriffen. Nun startet mit unserer Unterstützung ein Forschungsprojekt zum Gewaltschutz." Im Mittelpunkt des Projekts an der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH) steht die Einschätzung der Gefährdung von Frauen und Kindern durch Täter häuslicher Gewalt in der Zeit nach der Trennung. Das Amtsgericht hat dazu in Kooperation mit dem Jugendamt, Verfahrenspflegerinnen, der Polizei München und zahlreichen Fachberatungsstellen über mehrere Jahre einen Dokumentations- und Fragebogen entwickelt. Seit Frühjahr diesen Jahres wird dieser im Bezirk des Amtsgerichts München in Fällen häuslicher Gewalt eingesetzt und erprobt. Das Projekt untersucht wissenschaftlich die Anwendung des Fragebogens. Minister Eisenreich: "Unsere Familiengerichte stehen bei Umgangs- und Sorgerechtsverfahren vor einer schwierigen Abwägung. Einerseits fördert der Umgang mit beiden Eltern grundsätzlich das Kindeswohl. Andererseits kann dadurch eine neue Gefahrenquelle für Frauen und Kinder entstehen. Der Fragebogen soll helfen, das Risiko weiterer Gewalttaten realistisch einzuschätzen. Nach erfolgreichem Abschluss des Projekts könnte der Fragebogen bayernweit zum Einsatz kommen." KSH-Projektleitung Prof. Dr. jur. Susanne Nothhafft dazu: "Die Implementierung dieses Instruments zur Dokumentation und zum risk assessment unterstützt die Umsetzung der Istanbul- Konvention in den beraterischen und justizielle Praxen. Artt. 31 und Art. 51 Istanbul Konvention leiten einen Paradigmenwechsel ein, der alle involvierten Interessensgruppen verpflichtet, bei der Gestaltung des Besuchs- oder Sorgerechts die Rechte und die Sicherheit der gewaltbetroffenen (Ex-)Partnerin und der Kinder nach dem Prinzip 'safety first' umzusetzen." In seiner Pilotphase wird das, von einer multiprofessionellen Ring-Vorlesung an der KSH begleitete Projekt auch finanziell durch das bayer. Justizministerium unterstützt.